Diese Ausstellung war ein Gedicht

In Versform hielt Nationalrätin Andrea Gmür die Eröffnungsrede am Freitagabend. Passend für das, was die 88 Aussteller ihrem Publikum an der GEDA boten.

«Die Ausstellung war ein Gedicht», zog OK-Präsident Martin Luternauer am Sonntagabend Bilanz und sprach dabei wohl so manchem der rund 11 000 Besucherinnen und Besuchern (neuer Rekord) aus dem Herzen. «Machen Sie beste Werbung für unsere KMU-Betriebe und das Duale-Berufsbildungssystem», sagte Elsbeth Lang am Eröffnungsapéro in ihrer Grussbotschaft im Namen des kantonalen Gewerbeverbandes. Ihr Wort in Gewerblers Ohr. Hier waren 88 Aussteller am Werk, die keinen Aufwand scheuten, um ihren Berufsstand ins rechte Licht zu rücken. Oder wie es Festrednerin Andrea Gmür in weiser Voraussicht prophezeite: «Sie bewegen Mensch und Masse und zeigen ihre grosse Klasse.» Die Nationalrätin machte einen zehnminütigen Reim, in dem sie dem jubilierenden Gewerbeverein Dagmersellen-Uffikon-Buchs auch zum 100-jährigen Geburtstag gratulierte.

Ein Marathon, der Freude bereitete

Auf rund eine Meile schätzte Gemeindepräsident Philipp Bucher bei seiner Rede die Strecke, die es auf dem Rundgang vom ersten bis zum letzten Stand zurückzulegen galt. Gefragt war dafür die Ausdauer eines Marathonläufers. Bekannte hier, Bekannte da: Parlieren und flanieren war auf den 2650 Quadratmetern Ausstellungsfläche angesagt. Auf den Hund kam dabei aber niemand – ausser er holte sich für seinen Vierbeiner einen Rat am Stand der Tierärzte. Wiggerli-Bier, edle Tropfen vom Rumi und dem Herzberg oder rauchende Drinks sorgten für Treib- und Gesprächsstoff. Die nötige Energie lieferten Dagmersellerli oder frisch zubereitete Häppchen aus der vor Ort aufgebauten Ausstellungsküche. Und wer sich nach einem virtuellen JTI-Höhenflug durch die Alpen oder Baggerversuchen beim Bauunternehmer eine kleine Auszeit gönnen wollte, war beim Probeliegen im Hüslernest oder auf der Massageliege in der chinesischen Praxis gut aufgehoben. Diese «Boxenstopps » liessen den Blutdruck am Stand der Spitex wieder auf normale Werte sinken. Hier wurde einem der Puls gefühlt, der bei den einen oder anderen wohl etwas nach oben ausschlug. Im positiven Sinne aufregend war das Spiel mit den Klötzen beim Architekten, das Bälleeinsammeln in der blinkenden Windbox oder die Schatzsuche mit Hammer und Meisel im Sandsteinquader.

Ein lohnenswerter Auftritt

«Face to Face statt Facebook to Facebook. Die Gewerbeausstellung bietet Raum für persönliche Begegnungen», sagte OK-Präsident Martin Luternauer im Vorfeld des Anlasses im «Böttu»-Interview. Diese Aussage nahmen die 88 Aussteller als bare Münze – vom Chef des Zweimannbetriebs bis hin zum Patron des europaweit tätigen Logistikunternehmens. Sie standen den Besucherinnen und Besuchern zusammen mit ihren Angestellten Red und Antwort, investierten Zeit, Geld und Herzblut in den Dagmerseller Auftritt. «Unsere drei Dörfer können mit einem florierenden Gewerbe auftrumpfen – dies zeigte der exzellente Mix, den wir an diesem Wochenende präsentieren durften», so OK-Präsident Martin Luternauer. Er könnte jene drei Sätze in Stein meisseln lassen, die er sich am Ende der GEDA wünschte, sagen zu dürfen. «Es hat sich gelohnt. Gelohnt, zu kommen. Gelohnt, hier auszustellen.»

Text und Bild: Willisauer Bote, Stefan Bossart

2018-08-22T08:00:26+00:00